Die Tagesstätte „Santa Lucia“ fördert 60 – 70 geistig und körperliche behinderte Kinder im Alter von 1-10 Jahren. Den Kindern aus den ärmsten Verhältnissen Arequipas wird in der Einrichtung die Förderung gegeben, um sich später in einer Regel- oder Behindertenschule zu integrieren. Dadurch können sie eine Unabhängigkeit und Selbstständigkeit erlangen, die vom peruanischen Staat kaum unterstützt wird.
Der Ökumenische Perukreis fördert „Santa Lucia“ finanziell mit einer monatlichen Spende.
„PIDECAFÉ „ist ein Programm zur integrierten Entwicklung des Kaffeeanbaus und steht für Programma Integral para el Desarrollo del Café.
Integrierte Entwicklung bedeutet, dass nicht nur der Kaffeeanbau verbessert werden soll, sondern das gesamte Umfeld sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der beteiligten Kaffee-Kleinbauern und ihrer Familien.
Informationen zum Projekt
Die Entwicklung
PIDECAFÉ mit Sitz in Piura (Nordperu) entstand 1992 durch örtliche Ideen in Zusammenarbeit mit Tübinger Entwicklungshelfer Dr. Rudolf Schwarz. Aus einer Gruppe von ursprünglich 300 interessierten Kaffee-Kleinbauernfamilien, die von den Ingenieuren und TechnikerInnen von PIDECAFÉ beraten wurden, sind inzwischen im Norden Perus fast 10.000 Kaffee-Kleinbauernfamilien geworden. Die Beratung hat sich auf den Kakao- und Zuckerrohranbau, aber auch die Aufforstung und diverse Belangen der Umwelt ausgeweitet. Daher wurde das Projekt nun in PROGRESO (Promoción de la Gestión Rural Económica y Social - Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung auf dem Land) umbenannt.
Aufgaben und Ziele
Durch die Schulung der Kaffee-Kleinbauern in Kaffeeanbau, Weiterverarbeitung und Marketing, Vermittlung des Vertriebs von Kaffee und weiterer Produkte über den Fairen Handel und die Hilfe bei der Umstellung auf ökologischen, nachhaltigen Anbau kann nicht nur das Grundeinkommen der Kaffee-Kleinbauern gesichert werden, sondern es werden auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der beteiligten Kaffee-Kleinbauern und ihrer Familien verbessert, wodurch den Kindern eine Schulbildung bis hin zum Universitätsbesuch ermöglicht werden kann.
Mehr zu PIDECAFÉ und dem Projekt PROGRESO finden sie auf der offiziellen Website der PIDECAFÉ-Aktionsgruppen: https://www.pidecafe.de
Der Perukreis unterstützt das Projekt regelmäßig mit Spenden.
Rundbriefe zum Projekt siehe https://www.pidecafe.de/aktiv-werden
Gesamtkoordinatoren sind der Tuttlinger "Arbeitskreis Dritte Welt e.V." und die "Initiative Überleben e.V. Bad Urach".
Der Projektkoordinator Hans-Martin Schwarz ist regelmäßig vor Ort. Im Sommer 2016 wurde er von einigen Herbolzheimern begleitet, die sich von den Fortschritten der Projekte überzeugen konnten. Informationen finden Sie in jährlichen Projektbriefen (auf der oben angegebenen Website unter Projektbriefe).
Pidecafé öko - der Herbolzheimer-Stadtkaffee
Der Gemeinderat der Stadt Herbolzheim hat beschlossen, sich für die lokale Agenda 21 einzusetzen, deren Ziel eine umweltverträgliche, gerechte und lebenswerte Zukunft für uns in Herbolzheim und alle Menschen in der Welt ist. Der Herbolzheimer Agenda-Kaffee ist eine hochwertige ausgewogene Bohnenmischung von Kleinbauern in Peru, Guatemala und Kolumbien.
Dieser Kaffee aus unserem Projekt ist im Weltladen herbolzheim und im Weltladen Kenzingen erhältlich, als Bohne und gemahlen.
Ansprechpartnerin im Perukreis: Annette Gäßler
Der Ökumenische Perukreis freut sich, dass dieses Projekt 2021 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Informationen zum Projekt
Gaumenspalten – weit mehr als ein kosmetisches Problem
In Peru werden jedes Jahr etwa 1.500 Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren, dies ist eine der häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Leider bleiben viele Kinder unversorgt.
Die Fehlbildung ist weit mehr als ein kosmetisches Problem, sie behindert die Betroffenen sowohl in ihrer sprachlichen als auch körperlichen Entwicklung massiv, eine normale Nahrungsaufnahme ist oft nur erschwert möglich - bis hin zum vollständigen Verzicht auf feste Nahrung. Hinzu kommen Erkrankungen im HNO-Bereich und Zahnfehlstellungen. Nicht operiert leiden Betroffene nicht nur körperlich, sondern meist ihr Leben lang psychisch unter sozialer Ausgrenzung.
Hilfe durch freiwillige Einsätze in der Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie
Der Verschluss einer Lippen-Kieferspalte oder eines offenen Gaumens verlangt großes chirurgisches Wissen, das aber in vielen Ländern – so auch in Peru – zu wenig vorhanden ist. Außerdem können die Kosten für eine Operation von den meist sehr armen Dorfbewohnern nicht aufgebracht werden.
MKG-Chirurgen und deren Krankenpflegekräfte opfern ihren Urlaub und verzichten auf touristische „Standards", um den Menschen dauerhaft zu helfen. Sie operieren vor Ort, bilden aber auch engagierte peruanische Ärzte in der MKG-Chirurgie aus, sowohl durch spezifische Seminare in lateinamerikanischen Fachklinken als auch hier in Deutschland in den Praxen der beteiligten Ärzte.
Ansprechpartnerin im Perukreis: Renate Hessemann